Perfekt Imperfekt

Für viele Perfektionisten ist es unheimlich mühsam sich damit anzufreunden, nicht alles bis ins Detail kontrollieren zu können. Perfektion ist kein Garant für besonders gute Qualität und die meisten Perfektionisten sind gänzlich nicht produktiver oder effektiver als der Rest. Wieso also dieser Zwang?

Perfektionisten erfahren nie Erfüllung, die ein beendetes und erfolgreiches Projekt mit sich bringt. Stattdessen meldet sich die kleine nervige Stimme: „Wenn du dies und jenes nochmal überarbeitet hättest, wäre das Projekt noch besser geworden!“
Das Mindset eines Perfektionisten ist nie im Einklang. Und im worst case macht Perfektionismus krank und führt zum Burnout.

Das Problem ist erkannt, aber wie steuert man dagegen?

Dies ist ganz sicher kein Appell zur Mittelmäßigkeit aber ein Appel an all die Leute da draußen, die unter diesem selbstverursachten Dauerstress die Bedeutung der Qualität völlig vom Radar verloren haben. An all die Leute die sich auf der Suche nach der völligen Perfektion verlieren, anstatt sich ihrer qualitativ hochwertigen Leistungen zu erfreuen.

3 Tips um sich selbst von der Perfektion zur gesunden Qualität zu leiten.

Arbeite im Team

Wenn dein Job es zulässt, übernehme Projekte, die im Team ausgeführt werden. So können Perfektionisten lernen, Aufgaben abzugeben und mit verschiedenen Arbeitsaufwand am Projekt zu arbeiten. Man verliert sich so nicht in Details und muss die Deadline mit den anderen Kollegen teilen und die Aufgaben gemeinsam beenden.

Das richtige Verhältnis von Zeit und Aufgaben.

Versuche deinen Tag zu planen und ganz genau zu definieren wie Lange du an welcher Aufgabe arbeiten möchtest. Als Anhaltspunkt kannst du immer an das Pareto Prinzip denken, dieses besagt das man mit 20 % des Aufwands 80 % der Ergebnisse erzielt. Das heißt im Klartext, wenn du deine Kernaufgabe und diese erledigst, hast du bereits 80 % der Aufgabe hinter dir.

Feedback holen

Viele vergessen auch, dass die Ergebnisse deine Kunden überzeugen muss und du sie nicht zu deinen Vergnügen erarbeitest. Wenn es sich vereinbaren lässt, dann frage zwischendurch nach bei deinen Kunden oder Kollegen. Finde Leute, die was von der Materie verstehen und dir objektives Feedback gegen können. Es ist ganz wichtig, dass man nicht allein in einem Strudel von Selbstzweifel versinkt, sondern objektive Meinungen an sich ran lässt.

Wenn man regelmäßig über seine Arbeitsweisen nachdenkt und sein Mindset regelmäßig justiert, dann steht deiner qualitativen Perfektion nicht mehr im Weg.

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